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 6. Etappe
 Mittwoch, 20.6.2012

19.6.2012

Übersicht Cevennen/Provence, Juni/Juli 2012

21.6.2012

 
Route
Montélimar Pierrelatte Pont-Saint-Esprit Saint-Martin-d'Ardèche Vallon-Pont-d'Arc Salavas
 
Wetter
Morgens bewölkt, dann sonnig und heiß
 
Kilometer
Etappe Gesamt
103,3 km 571,1 km
 
Höhenmeter
Etappe Gesamt
722 m 5.407 m
 
Sattelstunden
Etappe Gesamt
5:50 h 33:19 h
 
Fotos
Etappe Gesamt
136 439
 
Ausgaben für Getränke
Etappe Gesamt
10,96 EUR 68,38 EUR
 
Unterkunft
Camping Le Clapas
14,50
 
   
 

Krokodile, Iltisse, Ziegen

 
 
Frühstück im Etap, ganz okay, immerhin kann man beliebig viel essen (also, zumindest so viel ich wollte, war möglich). Das Wetter war deutlich besser als gestern, unter der Morgensonne ging es um kurz nach halb neun los. Erstmal durch die Gewerbe- und großflächiger-Einzelhandel-Wüste, dann entlang der Rhône.

 
  Etap-Hotel
Etap-Hotel von innen
  Etap-Hotel
Etap-Hotel von außen
  Vorstadtidylle
Vorstadtidylle
 
Und zwar auf der anderen Seite der Rhône, westlich. Ausgeschilderter Rhôneradweg, klasse, dachte ich, aber es blieb bei einem einzigen Schild. Nicht so klasse. So ging es nach wenigen Kilometern westrhônisch bei Donzère wieder rüber. Bis Pierrelatte sogar auf der ziemlich stark befahrenen Route National, das war kein Spaß. Dann doch lieber Krokodile.

 
  Rhône
Die ersten Meter westlich der Rhône
  Rhône
aber dann doch
  Rhône
schnell wieder zurück
 
Schon die ganze Zeit war eine "Ferme aux Crocodiles" ausgeschildert, da wollte ich dann doch mal wissen, was das ist. Nun gut, ein Krokodilzoo, nicht sonderlich überraschend. 14,50 Euro wollte ich dann doch nicht investieren und fuhr weiter. Bald erreichte ich eine der weltweit größten Nuklearanlagen, Tricastin, mit einem Kernkraftwerk à vier Reaktoren, zwei Urananreicherungsanlagen und einer Urankonservierungsfabrik. Entscheidend für mich: Kurz davor erreichte ich den Kilometer 500 dieser Reise.

 
  Krokodile
Krokodile?
  500 km
500 km
  Nuklearanlage Tricastin
Die sichtbaren Wahrzeichen einer der größten Nuklearanlagen, Tricastin
 
Von dort dann noch einige Kilometer durch eher langweiliges landwirtschaftlich genutztes Gebiet, über die TGV-Trasse wieder an die Rhône, nach Pont St. Esprit. Dorthin kommt man über eine lange mittelalterliche Brücke, die dem Ort seinen Namen gab und mich endgültig auf die andere Rhôneseite brachte. Casino-Supermarché, Einkauf Obst, Getränke und sonstiges Mittagessen, dann ging's weiter jetzt ein Stückchen nordwärts, und es wurde heiß. Am Vormittag gab es noch ein paar Wolken, jetzt nur noch einzelne Regentropfen (ohne Wolken) und viel Sonnenschein.

 
  Pont St. Esprit
Pont St. Esprit
  Pont St. Esprit
Nun aber wirklich: über die Rhône
  Pont St. Esprit
Stadtmauerkunst
 
  Pont St. Esprit
Pont St. Esprit
 
Bis St. Martin d'Ardèche war es noch recht flach. Eine schmale Brücke über den Bach, dann Mittagspause, Verzehr der in Pont St. Esprit gekauften Nahrungsmittel. Auf den anderen Bänken kauten sie an To-Go-Pizza oder -Döner. Hm, wäre auch mal eine Idee gewesen. Egal. Eine kurze Dorfrundfahrt noch, dann auf in die Schlucht!

 
  St. Martin d'Ardèche
Über die Ardèche
  St. Martin d'Ardèche
St. Martin d'Ardèche
  St. Martin d'Ardèche
Uferpromenade St. Martin d'Ardèche
 
  St. Martin d'Ardèche
Kirche, davor im Pflaster Erinnerung an
  St. Martin d'Ardèche
Max Ernst, der vor den Nazis hierher floh
 
Okay, eigentlich über die Schlucht. Die Panoramastraße verlief natürlich oben, also war erstmal klettern angesagt. Zum Glück nicht supersteil, aber immerhin superheiß, das machte die Sache etwas unangenehm. Jeden der vielen Aussichtspunkte nutzte ich für kurze Pausen und natürlich für die Aussicht.

 
  Aiguèze
Aiguèze
  Gorges de l'Ardèche
Der Anfang (oder das Ende)
der Gorges de l'Ardèche
mit Aiguèze
  Gorges de l'Ardèche
Ardèche, Felsen und Straße
 
  Gorges de l'Ardèche
Picknick
  Gorges de l'Ardèche
Camping im Busch
  Gorges de l'Ardèche
Noch ein Blick zurück
 
Ganz schön gemacht ist die schon, die Straße. Einheitliches Design der Aussichtspunkte, mit in Stein gemeißeltem Übersichtsplan und einigen Infos zur Flora und Fauna. Für mich noch ganz wichtig: Schatten war auch fast überall zu finden. Also, bei den Aussichtspunkten. Auf der Straße nicht, da ging es weiter in der Hitze hoch und runter.

 
  Gorges de l'Ardèche
Viech (?) in echt
  Gorges de l'Ardèche
Viechspuren (Iltis) in Stein
  Gorges de l'Ardèche
Panoramastraße Gorges de l'Ardèche
steinerne Übersicht
 
Paddeln ist sicher angenehmer bei dem Wetter. Waren einige unterwegs, ein paar hundert Meter weiter unten. Noch ein paar Bilder:

 
  Gorges de l'Ardèche
Tief unten Schiffsreisen
  Gorges de l'Ardèche
Große Schleife
  Gorges de l'Ardèche
Knick
 
  Gorges de l'Ardèche
Verlassen I
  Gorges de l'Ardèche
Verlassen II
  Gorges de l'Ardèche
Verlassen III okay, nur kurz
 
Irgendwo im zweiten Teil der Straße holte mich eine deutsche Rennradfahrergruppe ein und über. Einige traf ich ein paar Mal an den Aussichtspunkten, das ist sicher auch ein schöner Urlaub. Vor allem, wenn man kein Gepäck mitschleppen muss Und noch ein paar Fotos (es ist übrigens nur eine sehr reduzierte Auswahl der Fotos, die ich an dem Tag geschossen habe). Ein Aussichtspunkt war übrigens etwas abseits der Straße und prompt kaum besucht, zumindest nicht von Menschen. Irgendwie sind sie doch faul, die durchschnittlichen Autofahrer.

 
  Gorges de l'Ardèche
Cirque de Madeleine
  Gorges de l'Ardèche
Fauna
  Gorges de l'Ardèche
am Aussichtspunkt
 
  Gorges de l'Ardèche
Knick zum Zweiten
  Gorges de l'Ardèche
Noch 'ne Schleife
 
Dann der letzte Aussichtspunkt, Belvédère du Serre Tourre heißt er. Und überraschte mich, denn man blickt auf den Pont d'Arc, von dem ich bis dahin nichts ahnte. Eine spektakuläre Felsbrücke, die die Ardèche hier geschaffen hat, um eine Schleife abzukürzen. Dementsprechend war auch viel los auf dem Aussichtspunkt. Danach ging es nur noch bergab, und das war auch gut so, denn ich war ziemlich fertig. Obwohl es gar nicht so viele Höhenmeter waren, die Hitze forderte ihren Tribut.

 
  Gorges de l'Ardèche
Pont d'Arc
  Gorges de l'Ardèche
Sous le Pont
 
  Gorges de l'Ardèche
Brückenbewundern
  Gorges de l'Ardèche
Hafen
 
Es ging um den Felsen herum, also quasi in der Kurve, die die Ardèche dadurch abgekürzt hat, dass sie sich durch den Pont d'Arc gekämpft hat. Viele, viele Campingplätze, fast schon ein Überangebot, welchen nehmen? Erst mal einkaufen, im Intermarché von Vallon Pont d'Arc, dann zur Touristinfo. Dass es eine sehr touristische Gegend ist, merkt man daran, dass man in der Touristinfo penetrant englisch angesprochen wird, wenn man nur den leisesten Hauch eines ausländischen Akzents hat. Okay, bei mir ist es mehr als ein Hauch, aber wofür lernt man denn französisch? Um dann englisch zu sprechen? Na ja, was soll's. Campingplatz in Salavas, ja genau, fast wie Kojak, der hat laut Prospekt eine Bar und Gratis WLan. Stimmte beides, allerdings musste noch ein kleiner Pass überwunden werden, um dort anzukommen.

 
  Vallon Pont d'Arc
Vallon Pont d'Arc
  Salavas
Schattiger Zeltplatz in Salavas
 
 
Der Campingplatz lag direkt an der Ardèche, sehr schön, und sehr nett. Leider gab es so gut wie nix zu essen und keinen Pastis, also kaufte ich mir einen seltsamen Supermarktfertigthunfischsalat und ein Glas Rosé und surfte ein wenig durch diverse Wettervorhersagen. Sollte wieder etwas gewittrig werden morgen. Na, egal, müde war ich und legte mich zur Ruh.

 
 
 

19.6.2012

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21.6.2012