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 16. Etappe
 Montag, 2.7.2012

1.7.2012

Übersicht Cevennen/Provence, Juni/Juli 2012

3.7.2012

 
Route
Béziers Agde Sète Palaves-les-Flots La-Grande-Motte
 
Wetter
Sonnig, heiß
 
Kilometer
Etappe Gesamt
116,8 km 1.550,4 km
 
Höhenmeter
Etappe Gesamt
0 m 15.161 m
 
Sattelstunden
Etappe Gesamt
6:13 h 92:39 h
 
Fotos
Etappe Gesamt
94 1.735
 
Ausgaben für Getränke
Etappe Gesamt
8,75 EUR 158,43 EUR
 
Unterkunft
CP La Petite Motte
18,22 EUR
 
   
 

Ans Meer!

 
 
Nettes Frühstück im Hotel des Poètes, dann holte ich das Rad aus der Garage, bepackte es und fuhr los. Ein Ruhetag bewirkt Wunder: Ich war wieder richtig motiviert, freute mich aufs fahren und es war keine Wolke am Himmel. Das erste Ziel lag noch fast innerhalb Béziers': Die Escalier dÉcluses de Fonserannes, die Schleusentreppe von Fonserannes. Auf dem Weg dorthin fuhr ich über eine Brücke über den Orb, die Brücke teilte ich mir mit dem Canal du Midi, eine Wasserkreuzung also. Allemal ein Foto wert.

 
  Hotel des Poètes
Hotel des Poètes
mein Ruhetagshotel
  Écluses de Fonserannes
Wasserbrücke
  Écluses de Fonserannes
Schleusentreppe von Fonserannes
 
Dann die Schleusentreppe: In sieben Schleusenbecken wird ein Höhenunterschied von 21 Metern überwunden, bergauf dauert die Fahrt mit dem Schiff 45 Minuten, bergab 30 da ist man mit dem Rad auf dem Weg nebenan doch deutlich schneller. Ich beobachtete ein paar Hausboote Frachtverkehr gibt es keinen mehr auf dem Canal du Midi bei ihrer "Abfahrt". Im Sommer sind es zeitweise 60 Schiffe pro Tag, die die Treppe hoch- oder runtersteigen. Die Schleusentreppe ist, wie der Kanal, über 300 Jahre alt und noch in Funktion. Dagegen ist die Schiffsrutsche nebenan, ein hydraulisches Schiffshebewerk, keine 20 Jahre nach dem Bau 1983 wegen technischer Mängel wieder stillgelegt worden. Daher gibt's davon auch kein Foto. Nur von der Treppe.

 
  Écluses de Fonserannes
Frachtkähne passen da
nicht rein
  Écluses de Fonserannes
Auf der Straße geht's schneller
  Écluses de Fonserannes
Freizeitkapitäne
 
  Écluses de Fonserannes
Treppab
  Écluses de Fonserannes
Flutung
  Kathedrale
Letzer Blick auf die Kathedrale von Béziers
 
Dann auf zum Meer! Und auf zu einer nahezu berglosen Flachetappe. Zunächst entlang der letzten Kilometer des Canal du Midi. Wirklich schön, direkt am Kanal, unter Platanen, die Schatten spendeten es war schon wieder ordentlich warm geworden. So schön, dass mich nichtmal die üblen Wurzeln störten, die den Asphalt häufig durchbrachen.

  Canal du Midi
Am Canal du Midi
  Canal du Midi
Schon schön, radfahren am Kanal
  Canal du Midi
Spanien?
 
Bei Pontiragnes war ich fast schon am Meer, doch ich musste wieder abdrehen, da es am Meer entlang keinen Weg nach Agde gab. Also, wieder etwas landeinwärts, vorbei an einem im Aufbau befindlichen Freizeitpark Sondertransporter versperrten die Straße und verursachten einen riesigen Stau, an dem ich jedoch lächelnd vorbeikam. Manchmal ist man auf dem Rad dann doch schneller. In Agde machte ich nur einen kurzen Supermarktstopp, kalte Cola kaufen, dann ging's weiter, jetzt wirklich ans Meer, auf einem Küstenradweg von Agde nach Sète der jedoch häufig hinter den Dünen verlief, die den Meerblick verbauten. Es waren zwar schon Ferien, aber offensichtlich noch keine Hauptsaison, die Parkplätze waren noch relativ leer, die Kiosks geschlossen, ebenso die WCs. Wann machen die die denn auf wenn nicht in den Sommerferien?

  Europark
Europark I
  Europark
Europark II
  Stapelboote
Stapelboote
 
  Sète
Ein Radfahrerstrand
  Sète
Auf dem Weg nach Sète
  Sète
Radwegmosaik
 
In Sète angekommen beschloss ich, das Erklimmen des Mont Saint Clair den Fahrern der Tour de France zu überlassen, die ein paar Tage später hier vorbeikommen sollten. Ich fuhr um den Berg herum, immer am Meer entlang, ließ die Innenstadt von Sète links oder rechts oder wo auch immer liegen und fuhr am Frachthafen entlang in Richtung Frontignan. Kurz vor Frontignan dann: Kilometer 1.500 der Tour. Ja, die 2.000 waren realistisch.

  Sète
Frachthafen
  Sète
Sète
  Frontignan
Km 1.500, bei Frontignan
 
Dann weiter wie schon zwischen Agde und Sète auf einer Straße im Wasser, rechts das Mittelmeer, links der Étang d'Ingril. Ich suchte einen schönen Platz für eine Mittagspause und fand ihn am Strand, kurz bevor ich mangels Straße ins Landesinnere abbiegen musste. Mein Tagesziel La Grande Motte war schon zu sehen.

  Plage
Mittagspause am Strand
  La Grande Motte
La Grande Motte am Horizont
  Étang d'Ingril
Wasserstraße im Wasser
 
Den Étang de Vic musste ich sozusagen im Landesinnern umfahren, ans Meer kam ich in Palavas-les-Flots wieder, einem Naherholungsbadeort von Montpellier. Große Marina, seltsamer Turm, offensichtlich mit Restaurant oben drin, viel Tourismus und die wahrscheinlich kürzeste Seilbahn der Welt. Für 2,20 EUR kann man mit ihr den Lez überqueren, einen Fluss, der aus den Cevennen kommt und hier ins Meer mündet. Ich machte nochmal eine kurze Colapause, auch wenn ich fast schon am Ziel war.

  Palavas-les-Flots
Die wahrscheinlich kürzeste Seilbahn der Welt
  Palavas-les-Flots
Badende und mein Tagesziel
  Palavas-les-Flots
Radweg in Palavas-les-Flots
 
  La Grande Motte
Steinerner Poseidon
  La Grande Motte
Neuzeitliche Pyramide
  La Grande Motte
Hôtel de Ville
 
Dann also La Grande Motte. Heute morgen bin ich in Béziers losgefahren, eine Stadt mit 2.700-jähriger Siedlungsgeschichte. Jetzt war ich in La Grande Motte, gegründet in den 1960er Jahren. Viel Beton machten aus Sumpfland und Wein"bergen" eine Touristensiedlung mit allem, was dazugehört. Yachthafen, Hotels, Ferienwohnungen noch und nöcher und natürlich Campingplätze. Die lagen praktischerweise nebeneinander und waren z. T. grotesk teuer. Zahlen musste man pro Stellplatz, beim ersten Campingplatz kostete der 30 EUR, beim zweiten 35 EUR. Na, da kann ich ja gleich ins Hotel gehen! Letzlich fand ich noch den Camping "La Petite Motte", dort kostete mich der Stellplatz 18,22 EUR. Fast schon ein Schnäppchen, dennoch der Rekord für diese Reise. Ich wollte einen Platz im Schatten, bekam einen zugewiesen und war etwas skeptisch, aber Herr Campingplatz sagte, nein, die Sonne bewegt sich nicht, der Platz bleibt im Schatten. Klar.

  La Grande Motte
Treppenappartments
  La Grande Motte
Das Ei des Kongresspalasts
  La Grande Motte
nein, manchem entkommt man nirgends
 
  La Grande Motte
Mein schattige Zeltplatz
  La Grande Motte
Das grüne Viertel
  La Grande Motte
Das orange Viertel
 
Es war noch nicht soo spät, ich wollte nicht ins heiße Zelt und auch nicht davor, also machte ich noch einen kleinen Stadtrundgang. In der Tat, viel Beton. Aber so schlimm fand ich es doch nicht. Ein wenig Wille zu Gestaltung war den Erbauern nicht abzusprechen, dazwischen viel Grün, und alles sauber. Im Sonnenschein sah das alles recht akzeptabel aus. Aber einen ganzen Urlaub hier verbringen? Nein, nichts für mich. Offensichtlich aber für die Besucher des Nachbarcampingplatzes, die alle an diesem Abend eintrafen und erstmal von Animateuren eingenordet wurden. Mit anschließender Seniorendisko. Na, gute Nacht.

  La Grande Motte
Sonnenuntergang hinter Pyramiden
   

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