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 17. Etappe
 Dienstag, 3.7.2012

2.7.2012

Übersicht Cevennen/Provence, Juni/Juli 2012

4.7.2012

 
Route
La-Grande-Motte Aigues Mortes Saintes-Maries-de-la-Mer Phare de la Gacholle Arles Pont-de-Crau
 
Wetter
Sonnig, heiß
 
Kilometer
Etappe Gesamt
114,2 km 1.664,6 km
 
Höhenmeter
Etappe Gesamt
0 m 15.161 m
 
Sattelstunden
Etappe Gesamt
6:25 h 99:04 h
 
Fotos
Etappe Gesamt
146 1.879
 
Ausgaben für Getränke
Etappe Gesamt
9,71 EUR 168,14 EUR
 
Unterkunft
CP L'Arlesienne
13,50 EUR
 
   
 

Stiere, Pferde und Flamingos

 
 
Um 7:15 war das Zelt abgebaut, im Schatten. Und ich machte mich auf den Weg. Zunächst noch eine kleine "Stadt"rundfahrt, und mein Eindruck verfestigte sich: Sooo schlimm ist es wirklich nicht. Ich fuhr raus auf die Mole, machte ein paar Fotos, ja, man sah sogar die Cevennen. Aber die hatte ich hinter mir. Was ich nicht sah, war ein geöffneter Supermarkt, also fuhr ich weiter.

 
  La Grande-Motte
Schiffe im
  La Grande-Motte
Yachthafen von
  La Grande-Motte
La Grande-Motte
   
  La Grande-Motte
Angler am Morgen I
  La Grande-Motte
Hinten Palavas-les-Flots
  La Grande-Motte
Fahrrad vor La Grande-Motte
 
  La Grande-Motte
Sonne und Angeln
  La Grande-Motte
  La Grande-Motte
Balcons
 
Am Ortseingang von Le Grau-du-Roi fand ich dann den gesuchten Supermarkt, ein Petit Casino. Baguette, Reblochon und eine Cola light, damit ging es an den Strand aber da gab es keine schöne Bank. Also fuhr ich noch ins Zentrum, oh, ein Kiosk, ich kaufte noch die Équipe und setzte mich in die Sonne. Erstmal Tour de France lesen. Gestern war eine Etappe in Belgien, Mark Cavendish gewann im Spurt sehr knapp, fast hätte André Greipel es geschafft.

 
  La Grande-Motte
Angler am Morgen II
  Le Grau-du-Roi
La Grande-Motte im Rückblick,
dahinter die Cevennen
  Le Grau-du-Roi
Dachskulptur in Le Grau-du-Roi
 
  Le Grau-du-Roi
Le Grau-du-Roi
  Le Grau-du-Roi
Le Grau-du-Roi, mit Fahrrad
  Le Grau-du-Roi
Camargue-Stiere?
 
Dann fuhr ich weiter in Richtung Aigues Mortes. Entlang eines Kanals, rechts und links Salzabbau, der hier schon sehr lange betrieben wird. Fleur de Sel, auch das soll hier an- bzw. abgebaut werden. Ich machte ein Berg- und ein Verladungsfoto und fuhr weiter.

 
  Aigues Mortes
Auf dem Weg nach
  Aigues Mortes
Aigues Mortes
 
  Aigues Mortes
Salzverschiffung
  Aigues Mortes
Salzberge
 
So langgsam spürte ich, dass ich dort eine Toilette gut gebrauchen konnte. Vor vielen Jahren gab es eine, für deren Benutzung man eine Eintrittskarte kaufen musste. Die Karte habe ich noch, sie hängt an der Pinnwand, aber die Toilette fand ich nicht. Ich fuhr um die Stadt herum, suchte dort, wo ich die Toilette vermutete, suchte dann nach einer anderen und fand sie gerade noch rechtzeitig. Erleichtert machte ich noch eine kleine Stadtrundfahrt, kaufte ein paar Briefmarken und fuhr weiter, in Richtung Camargue.

 
  Aigues Mortes
Stadttor, wuchtig
  Aigues Mortes
Stadttor, offen
  Aigues Mortes
Gasse in Aigues Mortes
 
  Aigues Mortes
Vor der Kirche
  Aigues Mortes
Kanalblick
  Aigues Mortes
Aigues Mortes
 
Und zwar auf kleinen Straßen, fast durch das Gebüsch. Da sollte es angeblich eine Fähre über die kleine Rhône geben, na, hoffen wir mal, sonst wären halt ein paar Extra-Kilometer zurück fällig. Sorgen unbegründet, Fähre existierte und kostete nichtmal was. Auf der anderen Seite gab's direkt die ersten Camargue-Tiere, ein paar Stiere, zum Glück eingezäunt und ein paar Pferde, straßenquerend. Ich wartete und fotografierte, dann fuhr ich weiter nach Saintes-Maries-de-la-Mer, der Hauptstadt der Camargue.

 
  Camargue
Vor der Fähre über die Petite Rhône
  Camargue
Auf der Fähre über die Petite Rhône
 
  Camargue
Camargue-Stiere
  Camargue
Camargue-Pferde okay, nur eins
  Camargue
Saintes-Maries-de-la-Mer
 
Um kurz nach 12 war ich dann dort, in Saintes-Maries-de-la-Mer, gerade noch rechtzeitig, um vor der Mittagspause einen Supermarkt zu entern. Das gewöhnliche Mittagessen gekauft, an den Strand gefahren und an der Promenade eine leere Bank gefunden, in die Sonne gesetzt und gegessen und ein bisschen gelesen. War zwar recht warm, inzwischen kam aber ein netter Wind vom Meer was meine Laune angesichts des kommenden Streckenverlaufs durchaus steigerte.

 
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Noch ein Camargue-Stier
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Gefahr!
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Die Kirche von
Saintes-Maries-de-la-Mer
 
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Die blaue Flotte
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Am Strand
  Saintes-Maries-de-la-Mer
Sonniges Wohnmobilcamp
 
Nun ging es weiter, zwischen Land und Meer, auf dem "Digue a la mer". Diesen Weg bin ich vor einigen Jahren schon mal gefahren, in anderer Richtung, und im Halbnebel. Diesmal schien die Sonne, und zwar richtig. Der Weg war so sandig wie damals, allerdings ohne die fiesen Riesenpfützen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sank signifikant, schnell kam ich nicht vorwärts mit vollbepacktem Rad über den z. T. nicht mal richtig festgefahrenen Sand. Außerdem musste ich dauernd stehenbleiben und Flamingos fotografieren.

 
  Camargue
Ein Pinguin!
  Camargue
Okay, doch eher
  Camargue
Flamingos
 
  Camargue
Und noch welche
  Camargue
Sandpiste
  Camargue
Étang de Vaccarès
 
Die Route führte mich nun entlang des Étang de Vaccarès in Richtung Arles. Allerdings mit kurzem Stopp am Camargue-Informationszentrum, dort las ich ein wenig über das Naturschutzgebiet Camargue. Es schien noch ein paar mehr Tierarten zu geben als Stiere, Pferde und Flamingos. Wahrgenommen hatte ich aber keine, zu den Mücken sollte ich noch kommen. Ein Camargue-T-Shirt mit fliegenden Flamingos kaufte ich, außerdem ein paar Postkarten. Dann fuhr ich ab in Richtung Arles, nun entlang der großen Rhône, die aber meist hinter einem Deich versteckt war. Die erste Brücke über die Rhône ist eine Autobahnbrücke, der Radweg verläuft eingekastet in Gitter und schönen Sichtbeton zwischen den beiden Fahrspuren. Aussicht? Keine.

 
  Rhône
Die Rhône
  Rhône
Die letzte Rhônebrücke
 
Am ersten Campingplatz fuhr ich vorbei, vor dem zweiten, der schon nicht mehr in Arles lag, sondern in Pont-de-Crau hat der Routenplaner einen riesigen Géant gesetzt. Die Dinger ziehen mich magisch an, ich parkte das Rad und ging rein, um sofort quasi schockgefroren zu werden. Aus der Sommerhitze in die Klimaanlagenarktis. Schnell etwas Verpflegung kaufen und wieder raus, zum Campingplatz. Am Campingplatz gab es WiFi und einen Fernsehraum, außerdem ein Restaurant, wie schön, mal wieder ein warmes Abendessen. Radlerpommes. Dann ins Zelt, leider musste ich den Reißverschluss kurz öffnen, um ins Zelt zu gelangen, mit mir kamen ca. 2.416 Mücken. Die Hälfte konnte ich töten, die andere Hälfte tötete mich. Fast.

 
  Campingplatz
Zu sehen: Zelt.
Nicht zu sehen: Mücken
   

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