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Veloland Schweiz

Fahrrad und Bahn

Veloland Schweiz


Das Projekt
Übersichtskarte
Route 1 – Rhône-Route
Route 2 – Rhein-Route
Route 3 – Nord-Süd-Route
Route 4 – Alpenpanorama-Route
Route 5 – Mittelland-Route
Route 6 – Graubünden-Route
Route 7 – Jura-Route
Route 8 – Aare-Route
Route 9 – Seen-Route

Veloland-Schilder in Meiringen

Übersichtskarte

Karte


Das Projekt


"Veloland Schweiz" nennt sich das 1998 eröffnete nationale Radwegenetz. Es besteht aus neun Routen mit einer Gesamtlänge von 3.300 km. Sie durchqueren die Schweiz von Nord nach Süd und von Ost nach West. Es gibt Routen, auf denen die gesamte Landschaftliche Vielfalt der Schweiz zu erfahren ist, wie die Nord-Süd-Route oder die Rhein-Route. Auf anderen dagegen steht eine Landschaftsform im Vordergrund, wie etwa auf der Mittelland-Route, der Jura-Route oder der Alpenpanoramaroute. Enorm ist der Service, der dem Radreisenden geboten wird:
  • Die Wegführung
    Hoher Wert wurde auf die Verkehrssicherheit gelegt. Wo es geht, abseits der Hauptverkehrsstrassen: Landwirtschaftliche Wege, Nebenstrassen, Waldwege, meistens asphaltiert. Und was das Radfahren sicherer macht, das macht es oft auch schöner: Der touristische Aspekt ist bei der Wegführung ebenfalls berücksichtigt worden.
  • Die Beschilderung
    Die besten Wege nützen nichts, wenn man sie nicht findet. Aber man muss schon sehr begriffstutzig sein, wenn man dieser Beschilderung nicht folgen kann. Daran könnten sich manche nördlicher gelegenen Staaten ein Beispiel nehmen. Einheitliche Schilder im ganzen Land, ein Beispiel ist das Bild oben rechts aus Meiringen. An den Kreuzungspunkten der Routen, an Bahnhöfen und anderen wichtigen Stellen stehen Übersichtstafeln mit Informationen und Karten; an Kreuzungen Schilder mit der Nummer der jeweiligen Route und den Entfernungen zum nächsten Nah- und Fernziel, ergänzt durch kleine Schildchen an unübersichtlichen Stellen.
  • Die Routenführer
    Drei offizielle Routenführer, die jeweils drei Routen beschreiben, begleiten den Radfahrer und die Radfahrerin auf ihrem Weg durch die Schweiz. Darin enthalten ist Kartenmaterial im Massstab 1:100.000, eine detaillierte Routenbeschreibung und Informationen zu den Orten und Landschaften an der Strecke. Dazu noch Listen mit "Velohotels", Beherbergungsbetrieben, die ihr Angebot auf Radfahrer abgestimmt haben. Ausserdem gibt es noch eine Übersichtskarte im Maßstab 1:300.000.
  • Der Radtransport
    Über den Radtransport mit öffentlichen Verkehrsmittel werde ich ein eigenes Kapitel schreiben. Im Zusammenhang mit dem "Veloland Schweiz" hat die SBB einen "Velofahrplan" herausgegeben, der kostenlos erhältlich ist. Darin enthalten sind neben den wichtigsten Verbindungen im Schweizer Bahnverkehr Tips für einzelne Abschnitte der Velorouten, etwa um Steigungen oder besonders verkehrsreiche Strassen mit der Bahn oder mit dem Schiff zu umgehen.

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Route 1 – Rhône-Route


Start: Andermatt

Ziel: Genf

Länge: 316 km, davon ungeteert: 30 km

Höhendifferenz
Richtung Andermatt:
Richtung Genf:
 
2.700 m
1.550 m

"Die Gemütliche" folgt dem Lauf der Rhône vom Rhônegletscher bis nach Genf. Unterwegs lernt man den Talboden des Wallis vom Goms bis zum Genfer See kennen. Die Route meidet die stark befahrenen Verkehrswege des unteren Wallis und findet immer wieder kleine Nebenstrassen oder landwirtschaftliche Wege. Wenn man den ersten Teil (den Aufstieg von Andermatt auf den Furkapass weglässt und die Reise erst in Gletsch beginnt, kann jeder, egal wie alt oder wie gut austrainiert, die Strecke bewältigen. Voraussetzung ist alleine der Spass am Radfahren.

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Route 2 – Rhein-Route


Start: Andermatt

Ziel: Basel

Länge: 424 km, davon ungeteert: 80 km

Höhendifferenz
Richtung Andermatt:
 
2.700 m

"Die r(h)ein Genussreiche" ist sozusagen das Gegenstück zur Rhône-Route. Sie folgt den ersten 400 km des Rheins, von der Quelle des Vorderrheins am Oberalppass bis zu seiner Schiffbarmachung in Basel. Man passiert Chur, das Fürstentum Liechtenstein, folgt dann dem Südufer des Bodensees und gelangt schließlich nach Basel. Die Streckenführung folgt zum Teil direkt dem Fluss, zum Teil macht man kleine Umwege übers Land und durch Dörfer. Da, ausser dem Oberalppass zu Beginn noch weitere Steigungen unterwegs warten, ist eine gewisse Sportlichkeit Voraussetzung.

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Route 3 – Nord-Süd-Route


Start: Basel

Ziel: Chiasso

Länge: 363 km, davon ungeteert: 30 km

Höhendifferenz 3.820 m

"Die Klassische" folgt den historischen Nord-Süd-Verkehrsverbindungen durch die Schweiz. Landschaftlich sehr abwechslungsreich geht es von Basel über den Jura ins Mittelland. Dann erreicht man Luzern und fährt entlang des Vierwaldstättersees durch die Zentralschweiz. Es folgt die grosse sportliche Herausforderung der Route 3: Die Alpenüberquerung über den St. Gotthard. Von über 2.000 m ü.NN geht es dann durch die Leventina bergab auf 220m. Zwischen Bellinzona, der Hauptstadt des Kanton Tessin, und Lugano liegt nochmal ein Pass, der Monte Ceneri (550 m), dann wird es am Ufer des Lago di Lugano mediterran, ehe man die Grenzstadt Chiasso erreicht. Sportliche Fahrer kommen vor allem im Jura und am Gotthard auf ihre Kosten. Wer diesen hohen Berg scheut, kann in den Zug steigen und durch den Tunnel nach Airolo fahren.

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Route 4 – Alpenpanorama-Route


Start: Aigle

Ziel: St. Margarethen

Länge: 483 km

Höhendifferenz
Richtung St. Margarethen:
Richtung Aigle:
 
7.200 m
7.180 m

"Die Herausfordernde" heisst die Route 4 zu recht: Viele Pässe und Bergstraßen sind auf dem Weg zwischen dem Genfer See und dem Bodensee zurückzulegen, der höchste von ihnen ist der Klausenpass (1.964 m). Man könnte sie auch eine "Käse-Route" nennen: Am Anfang Gruyères mit einer Schaukäserei, am Ende Appenzell. Dazwischen immer wieder Steigungen und Gefälle, Blicke ins Mittelland und in die Alpen. Kondition und Ausdauer am Berg sind gefragt.

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Route 5 – Mittelland-Route


Start: Romanshorn

Ziel: Lausanne

Länge: 365 km, davon ungeteert: 85 km

Höhendifferenz 1.200 m

"Die Einzigartige" heißt die Route 5, aber einzigartig sind sie eigentlich alle. Das Einzigartige dieser Route ist vielleicht, dass kein Gebirge berührt wird: Sie ist also auch für schwächere Kondition geeignet, große Berge sind nicht zu überwinden. Aber die Route führt durch die Schweiz der Schweizer. Im Mittelland lebt der größte Teil der Bevölkerung, und so ist entlang der Route viel vom Alltag zu entdecken, dazu Geschichte, Industrie, Landwirtschaft, Naherholung usw. Schöne Landschaften gibt es auch, an den Seen z. B., Berge sieht man hauptsächlich in der Entfernung und von unten.

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Route 6 – Graubünden-Route


Start:

Ziel: Martina
Bellinzona

Länge:
Chur-Martina:
Chur-Bellinzona:
 
152 km
130 km

Höhendifferenz
Chur-Albula-Martina:
Martina-Albula-Chur:
 
2.560 m
1.650 m

"Die Atemberaubende" hat zwei Äste: Einmal geht es von Chur über Thusis und den San Bernardino ins Tessin nach Bellinzona, der andere Ast verläuft von Chur über Thusis und den Albula ins Engadin, dort entlang des Inn von St. Moritz bis an die österreichische Grenze nach Martina. Via Mala, die grandiose Albula-Bahn, der Schweizer Nationalpark, die Burgen von Bellinzona, die Thermen von Scuol – wer hier nichts interessantes findet, ist selbst schuld.

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Route 7 – Jura-Route


Start: Basel

Ziel: Nyon

Länge: 275 km

Höhendifferenz 4.360 m

"Die Besondere" wird die Route 7 zu Recht genannt. Es geht durch eine unbekannte Landschaft der Schweiz, fernab der touristischen Zentren der Alpen und der Agglomerationen des Mittellandes. Sanfte Hügellandschaften, tiefe Täler, Hochebenen – landschaftlich äußerst abwechslungsreich präsentiert sich der Schweizer Jura. Und es ist Kondition gefragt: Ständig geht es bergauf und bergab, nicht so lange wie in den Alpen, doch dafür mitunter knackig steil.

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Route 8 – Aare-Route


Start: Gletsch

Ziel: Koblenz

Länge: 305 km,davon ungeteert: 35 km

Höhendifferenz
Richtung Koblenz:
Richtung Gletsch:
 
1.280 m
2.900 m

"Die Abwechslungsreiche" – von der Quelle der Aare bis zur Mündung in den Rhein, von den ersten Stauseen zur Elektrizitätsgewinnung vorbei an den Städten, in denen der Strom verbraucht wird, vom Aaregranit an den Jurafuß, vorbei an Interlaken, Bern, Soloturn. Oder umgekehrt, wenn man bergauf fahren will. Dann muss man allerdings den 2.165 m hohen Grimselpass erklimmen.

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Route 9 – Seen-Route


Start: Montreux

Ziel: Rorschach

Länge: 501 km, davon ungeteert 50 km

Höhendifferenz 3.320 m

"Die Wasserreiche" nennt sich die Route 9. Und tatsächlich: Genfer See, Lac de la Gruyère, Lac de Montsalvens, Thuner See, Brienzer See, Lungernsee, Sarner See, Alpnacher See, Vierwaldstätter See, Rotsee, Zuger See, Ägerisee, Sihlsee, Zürichsee, Walensee, Bodensee. 16 Seen bekommt man zu Gesicht. Und vielleicht können sie auch als Abkühlung dienen, denn immerhin sind über 3.300 Höhenmeter zu bewältigen. Aber Vorsicht: Einige sind auch im Sommer noch ziemlich kalt!

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